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Weinbergarbeit ist Handarbeit.
Bereits im Januar fordert der Weinberg viele Arbeitsstunden von uns.
Drähte und Pfähle müssen auf Standfestigkeit geprüft werden, die ersten Weichen für die Qualität von 2009 werden schon jetzt beim Schneiden gestellt. Jede Rebe
stellt andere Anforderungen, unsere Junganlagen verlangen einen anderen Schnitt als die Ertragslagen.
Wegschneiden bedeutet nicht nur, den Stock von überflüssigen einjährigen Trieben am zweijährigen Holz zu befreien. Auch eine Verjüngung durch Rückschnitt des
alten Holzes und der Anschnitt des Frucht- und Ersatzholzes ist von Fall zu Fall erforderlich. Deshalb führen wir den Rebschnitt immer selber durch, um für jeden Rebstock die
jeweils individuell richtige Entscheidung zu treffen. Dabei ist auch bereits das Folgejahr zu bedenken. Im Vordergrund steht bei uns deshalb auch die langfristige Gesundheit des Rebstocks
vor einem kurzfristigen Ertrag.
Frühling. Der Weinberg lebt!
In unserem Bioweinberg summt es von Bienen und Hummeln. Im sich langsam
erwärmenden Boden räkeln sich die Regenwürmer in der Frühlingssonne. Zwischen den Reben wachsen Wildkräuter, an humosen Stellen sprießt Klee. Voller Stolz
gehen wir durch unsere Weinberge und freuen uns an dem Leben ringsum. Käfer, Spinnen, Insekten, Vögel – hier haben sie einen idealen Lebensraum für Tiere und Pflanzen.
An ganz warmen Tagen finden wir Eidechsen, und unsere Schmetterlingsvielfalt kennen viele unserer Besucher höchstens aus ihren Kindertagen.
Die Weinbergsarbeit setzt sich jetzt fort mit dem Ausgeizen der überschüssigen Triebe. Wir machen alle Weinbergsarbeit selber und am Abend spürt man Beine und Rücken.
Die Reben haben gut angesetzt und wir freuen uns über die Weinblüte die den Weinbergen für kurze Zeit einen unglaublichen Duft beschert. Eine Faustregel sagt, etwa 100 Tage
sind es zwischen Weinblüte und Lese. Bis dahin liegt noch viel Arbeit vor uns und viel Bangen, wenn die großen Gewitterwolken auftauchen und es nach Hagel aussieht. Doch zuerst
freuen wir uns über den geglückten Start ins neue Weinjahr. Bis bald!
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